Tipps

Inhalt drucken

 

 



Neuregelung der Führerscheinregelung in der Sportschifffahrt

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat in Umsetzung des Bundestagsbeschlusses "Neue Impulse für die Sportbootschifffahrt" (BT-Drs. 17/7937) die Führerscheinfreigrenze in der Sportschifffahrt für den See- und Binnenbereich von bislang 3,68 kW (5 PS) auf 11,03 kW (15 PS) erhöht. Die Neuregelungen sind in der "Verordnung zur Änderung sportbootrechtlicher Vorschriften im See- und Binnenbereich" veröffentlicht worden (BGBl. I, Heft 47, Seite 2102) und mit Wirkung vom 17. Oktober in Kraft getreten. Für die Führerscheinfreiheit bei motorisierten Sportbooten bis 11,03 kW gilt nunmehr folgendes:

Im Seebereich dürfen wie bislang altersunabhängig Sportboote bis zu einer maximalen Nutzleistung von 3,68 kW (5 PS) ohne Sportbootführerschein-See geführt werden, solange keine gewerbliche Nutzung vorliegt. Bei einer Nutzleistung von 3,69 bis 11,03 kW muss der Schiffsführer mindestens 16 Jahre alt sein, um ein Sportboot zu privaten Zwecken führerscheinfrei führen zu können. Eine Längenbegrenzung für Sportboote gibt es im Seebereich weiterhin nicht.

Im Binnenbereich dürfen Personen ab 16 Jahren Sportboote von weniger als 15 Meter Länge führerscheinfrei führen, sofern die Nutzleistung der Antriebsmaschine nicht mehr als 11,03 kW (15 PS) beträgt und keine gewerbsmäßige Nutzung stattfindet. Diese Regelung findet allerdings auf dem Rhein keine Anwendung, weil bei einer Nutzleistung von mehr als 3,68 kW aufgrund internationaler Vorgaben für den Rhein auf nationaler Basis derzeit keine Ausnahmen von der Fahrerlaubnispflicht gewährt werden kann. Die Alternative "Segelsurfen" beim Sportbootführerschein-Binnen ist ersatzlos gestrichen worden. Künftig ist auf den Gewässern nach Anlage 2 der Sportbootführerscheinverordnung-Binnen kein Führerschein mehr erforderlich, wenn Sportboote als Segelsurfbretter geführt werden. Damit besteht auf allen Binnenschifffahrtsstraßen des Bundes im Sinne des § 1 Nummer 1 Sportbootführerscheinverordnung-Binnen künftig eine Führerscheinfreiheit für das Führen von Segelsurfbrettern.



Kategorien A-D

 

A. HOCHSEE: Entworfen für ausgedehnte Fahrten, bei denen Wetterverhältnisse

mit einer Windstärke über 8 (Beaufort-Skala) und

signifikanten Wellenhöhen über 4 m auftreten können und die

diese Boote weitgehend aus eigener Kraft bestehen können, jedoch

ausschließlich extremer Wetterverhältnisse.


B. AUSSERHALB VON KÜSTENGEWÄSSERN: Ausgelegt für

Fahrten außerhalb von Küstengewässern, bei denen Wetterverhältnisse

mit einer Windstärke bis einschließlich 8 und Wellenhöhen

bis einschließlich 4 m auftreten können.


C. KÜSTENNAHE GEWÄSSER: Ausgelegt für Fahrten in küstennahen Gewässern,
 großen Buchten, Flußmündungen, Seen und

Flüssen, bei denen Wetterverhältnisse mit einer Windstärke bis

einschließlich 6 und Wellenhöhen bis einschließlich 2 m auftreten

können.

D. GESCHÜTZTE GEWÄSSER: Entworfen für Fahrten in geschützten

küstennahen Gewässern, kleinen Buchten, auf kleinen

Seen, schmalen Flüssen und Kanälen, bei denen Wetterverhältnisse

mit einer Windstärke bis einschließlich 4 und signifikanten

Wellenhöhen bis einschließlich 0,3 m und gelegentlich Wellenhöhen

von höchstens 0,5 m, beispielsweise aufgrund vorbeifahrender

Schiffe, auftreten können.

Boote der jeweiligen Kategorie müssen so entworfen und gebaut sein,

dass sie der Beanspruchung nach diesen Parametern hinsichtlich Stabilität,

Auftrieb und anderen einschlägigen grundlegenden Anforderungen

gemäß Anhang I standhalten und dass sie eine gute Manövrierfähigkeit

haben.

Bewertungen

 

Hotline

hotline hotline Ladenbesuch nach
Terminabsprache
 

Warenkorb

Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.

Warenkorb

 

Willkommen zurück

E-Mail-Adresse:
Passwort:
Passwort vergessen?
 

Top Artikel

 
| © VEYTON Templates - Templatescout